Es gab da mal die Idee, dass ich für eine christliche Website eine Kolumne schreiben könnte. Daraus ist nie etwas geworden, aber ein paar Artikel habe ich geschrieben und die will ich teilweise in den Blog einbringen. Hier ist einer von August 2006:

Neulich wollte ich wissen, woher die Redewendung vom inneren Schweinehund kommt und ob es diesen Ausdruck auch in anderen Sprachen gibt. Jedenfalls weiß ich jetzt, dass der Ausdruck zur Zeit des ersten Weltkrieges entstanden ist und offenbar nur im Deutschen existiert. Als ich den Begriff in eine Internetsuchmaschine eingegeben hatte, stand da auf einmal rechts bei den üblichen Anzeigen, die meistens gar nichts mit dem gesuchten Begriff zu tun haben: „Schweinehund – und wie Sie damit als Sekretärin glänzen können!“ Na, das hat mich natürlich interessiert, denn ich habe schon viele Jahre als Sekretärin gearbeitet und gelitten, aber noch nie daran gedacht, dass sich mein innerer Schweinehund dabei nützlich machen könnte. Was könnte der nicht alles leisten, wenn er sich mal aufraffen würde – tippen, Kaffe kochen, Reisen organisieren, Besprechungen planen, sich das Gejammer vom Chef anhören, unsinnige Tabellen und Präsentationen erstellen, als wandelndes Englischwörterbuch fungieren und am Telefon immer lächelnd mit den blödesten Leuten sprechen. Überhaupt könnte der sich ja mal als die perfekte Sekretärin in Szene setzen – im Kostümchen, perfekt frisiert und geschminkt, mit angenehm modulierter Stimme dem Chef seine Termine vortragend und nie mit dicken Augen ungnädig in die Welt guckend, wenn er morgens früh schon genervt wird.

Ich hatte also hohe Erwartungen, als ich auf den Link geklickt habe! Die Enttäuschung war dann leider groß, als ich auf einer Seite gelandet bin, die Sekretärinnen lang und breit erklärt, wie sie zur Top-Assistentin werden können. Tja, Pech gehabt, der Schweinehund wurde gar nicht herangezogen, die Sekretärin musste doch wieder alles selbst machen. Mein persönlicher Schweinehund ist übrigens einer, der ziemlich sekretariatsfeindlich eingestellt ist. Der wehrt sich mit Händen und Füßen dagegen, jemals wieder in einem arbeiten zu müssen – oder besser gesagt, mit hingehen zu müssen, denn arbeiten täte ja eigentlich ich, nicht er. Mein innerer Schweinehund ist mächtig, ich unterwerfe mich ihm gelegentlich. Das bringt mich zu der Frage, ob mein persönlicher Schweinehund eigentlich männlich oder weiblich ist. An sich ist er ja männlich – der innere Schweinehund – aber in einer Frau müsste doch eigentlich ein weiblicher wohnen, oder? Und was sagt die Bibel dazu? Ist ein innerer Schweinehund etwas Christliches? Tja, ich vermute, er ist ungefähr da entstanden, wo Adam und Eva aus dem Paradies geworfen wurden. Das lässt mich hoffen, dass es keiner der Schweinehunde bis in den Himmel schafft.

Kaum zu glauben, aber es ist mir wieder passiert! Ich habe ein Volumen-Schampoo gekauft, das sich als Schmiere entpuppte. Wenn ich mir damit die Haare wasche, fühlt es sich an, als würde ich mir Kopf und Hände mit flüssiger Butter behandeln. Ich KANN es nicht verstehen! Warum? Warum? Warum? WER will so ein Schampoo??? Und wie soll das gehen – fettiges Gefühl und gleichzeitig „Volume Sensation“??? Dieses Ölige lässt die Haare doch zusammenpappen wie Kleister! Man möge mich erhellen!

Wie konnte mir das passieren, und noch dazu zum wiederholten!!! Male? Ich kann nur auf „Endlich! Das Wundermittel!“ verweisen und mich schämen, dass ich zu schwach war. Die Flasche ist übrigens hellblau und tailliert, das Schampoo angeblich neu. Ich verkündige hiermit öffentlich meinen Entschluss, kein neues Schampoo mehr auszuprobieren und zurückzukehren zu meinem guten, alten Günstigschampoo, das macht, was es soll, nicht viel kostet, lange hält, ordentlich schäumt, und keinen Fettfilm hinterlässt.

Was ich auch nicht verstehe (von diesen Rätseln gibt es eine Menge, die in meinem Kopf herumturnen): Warum enthalten die meisten Männerprodukte Menthol? Wozu soll das gut sein? Wollen Männer das? Hat nicht vielleicht mal ein Hersteller damit angefangen und nun machen es alle nach und kommen nicht mehr davon los? Löst das bei Männern etwas aus, gute Gefühle oder so? Kommen sie aufgeputscht aus der Dusche, wenn sie Menthol-Duschgel verwendet haben? Ich komme drauf, weil in einer Zeitschrift eine Probe eines Männer-Frischegels fürs Gesicht war, und was ist drin? Genau: Menthol. Also, warum um alles in der Welt wollten sich Männer Menthol ins Gesicht schmieren??? Ich persönlich mag kein Duschgel mit Menthol, aber was weiß ich schon, ich bin ja nur eine Frau.

Wenn ich es richtig verstanden habe, dann werde ich im Dezember mit der Gruppe LeseZeit wieder bei der Adventslesung dabei sein! Vor zwei Jahren war ich da schon einmal und es war sehr, sehr schön. Bisschen kalt vielleicht, weil die Veranstaltung in einer Kirche stattfindet, aber wenn man es weiß, kann man sich drauf einrichten.

Ich werde höchstwahrscheinlich die angehaucht adventliche Geschichte „Himmlisch tröstlich“ aus dem neuen „Tee für die Seele“ lesen. Muss doch ein bisschen Promotion für das Buch machen, und vielleicht kann man danach auch Bücher verkaufen. So kurz vor Weihnachten böte sich das als hervorragendes Weihnachtsgeschenk an. :-)

Also, am 16. Dezember um 19.30 Uhr in der Evangelischen Kirche in 68804 Altlußheim, Rheinhäuserstraße 33, Eintritt frei. Kommt! Und vergesst nicht die warmen Klamotten!

Womit ich mich gerade beschäftige, springt immer irgendwie hin und her. Erst war es Penelope Plank 4, dann ein Theaterstück, dazwischen noch Überarbeitung meines Liebesromanes, letzthin Weihnachtsgeschichten für nächstes Jahr und jetzt gerade stöbere ich in meiner Ahnengalerie. Ich bin auf der Suche nach einer Person, aus der ich eine Kurzgeschichte machen könnte für einen Wettbewerb. Also alles berufliche Recherche, kein Hobby. Wobei hier Hobby und Beruf ineinanderfließen, das hatten wir ja schon mal…

Glücklicherweise tummelten sich meine Ahnen nicht nur in Epfenbach, sondern auch in anderen Ecken, und in diesem Zweig versuche ich nun, fündig zu werden.  Es gibt allerdings kaum jemanden in meiner Datenbank mit interessanten Anmerkungen und so fällt es mir wirklich, wirklich schwer, eine geeignete Person zu finden. Sollte gar nichts helfen, muss ich mir eben etwas komplett ausdenken, das wäre aber nur halb so reizvoll wie anhand einiger spärlicher Eckdaten etwas zusammenzudichten. Gerade habe ich wildfremde Menschen angeschrieben, um sie zu fragen, ob sie mir mit Informationen weiterhelfen könnten. Ich mache das gerne (aber nicht dauernd), ich finde es toll, weltweit entfernte Verwandte aufzustöbern, aber leider antworten nicht alle. Diese hoffentlich schon und mit ein paar Daten und Details, die mich weiterbringen. Zum Dank könnte ich ihnen ja eins meiner Bücher schicken.

Alle Jahre wieder geht im Herbst die Befragung der Leute los, ob sie es gut finden, dass es im September schon Lebkuchen zu kaufen gibt. Natürlich sagen die meisten Nein, also frage ich mich, warum das jedes Jahr wieder gemacht wird. Irgendwer kauft die Dinger, sonst wären sie ja nicht in den Geschäften. Das ist vermutlich so wie mit dieser Hamburger-Kette, darüber sagt ja auch fast jeder, er würde da nie essen, und doch sind die Läden am Brummen.

Ich kaufe schon früh Lebkuchen und dieses Jahr mit einem Grund: Ich friere sie ein, in elf Päckchen (oder auch nur zehn). Zwei Jahre lang habe ich es mit meinem Ganzjahresweihnachtskalender probiert, und ich finde ihn auch immer noch toll, aber ich schaffe es einfach nicht, jeden Monat am 24. mir dieses Zettelchen vorzunehmen und die Punkte abzuarbeiten. Deshalb habe ich gedacht, im nächsten Jahr gibt es einfach an jedem 24. Lebkuchen und vielleicht einen Weihnachtsfilm.

Übrigens läuft jetzt wieder die Anfragewelle für Weihnachtsstücke an. Fünf Stücke aus meiner Feder gibt es zur Auswahl auf meiner Website. Wer also noch ein schönes Stück für eine Weihnachtsfeier oder einen Gottesdienst sucht, kann sich gerne mal umsehen. Die Stücke gibt es gratis auf Anfrage. Es gibt ein langes Stück für viele Mitspieler, das aber auch besonders schön ist, nämlich eigentlich die klassische Weihnachtsgeschichte eingebettet in eine Talkshow. Es gibt ein lustig-kritisches Stück über eine Familie, ein Stück für Zwei über Erwartungen zu Weihnachten, ein ernstes Stück über eine Person, die Weihnachten einfach nur frustrierend findet, und – mein Lieblingsstück – die Weihnachtsgeschichte als Science Fiction mit Zeitreise und einer Maschine, wo man nach Herzenslust mit Geräuschen, Nebel und Licht agieren darf.

Und jetzt fällt mir gerade ein, dass ich doch dieses Jahr noch so ein kleines Stück geschrieben habe. Muss ich gleich mal nach gucken…